Category Management

espirt

Optimierung der Newsletter-Frequenz

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Wen nerven wöchentliche oder sogar täglich versandte Newsletter nicht? Nur was ist die richtige Frequenz? Kommen die Anstöße zu selten, wird Umsatzpotenzial verschenkt, kommen sie zu häufig steigt die Abmelderate.

Esprit wählt zwar nicht den aus Kundensicht optimalen Weg, dennoch hat man sich im Sinne des Kunden Gedanken gemacht. Will man sich vom Newsletter abmelden, wird der Nutzer nach den Gründen gefragt:

 

Wählt er als Grund die zu hohe Häufigkeit, folgt die Frage, ob er Interesse habe, den Newsletter weniger häufig zu erhalten:

Danach kann man zwischen vier Optionen wählen:

Es stellt sich dabei jedoch die Frage, ob die Minimalfrequenz von 1x im Monat ausreicht.

crossupsell

Cross- oder Up-Selling auf der Artikeldetailseite

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Feature: Produkt-Empfehlungen auf der Artikeldetailseite

Artikel: Product Pages: Should you cross-sell or up-sell?

PredicitveIntent, ein Anbieter von Personalisierungs- und Recommendation-Software hat aufgrund von Analysen herausgefunden, dass Up-Selling auf der ADS besser funktionier als Cross-Selling:

Up-sells perform around 20 times better than cross-sells on a product page.

An up-sell is where suggested products are similar to the product in view, but more expensive – a great way for retailers to increase their revenue.

It demonstrates that product page suggestions are not that effective when using the simple “people who bought this also bought” algorithms commonly used for cross-sell suggestions.

 

Cross-Sells hingegen scheinen im Checkout-Prozess besonders gut zu funktionieren:

Checkout page cross-sell suggestions receive, on average, the second highest amount of clicks after homepage product suggestions

Intelligente Artikel

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Autor: Benjamin Rund

Artikel: Gastbeitrag: Die wahren Treiber des E-Commerce – perfekte Produktinformationen

In dem Artikel sind einige Interessante Effekte eines PIM-Systems beschrieben, die jedoch stark unter der Effizienz-Brille betrachtet wurden:

“Durch die schnelle Integration der Produktinformationen und der hohen Flexibilität im Webshop kann laut der Heiler-Studie die Bearbeitungsdauer und die Anpassung des Artikels von 12,5 Minuten ohne PIM auf 8 Minuten mit PIM gesenkt werden.”

“Bei der Aufbereitung dieser Daten für mehrere Kanäle kann die Dauer exponentiell nach oben schießen und ist nicht mehr effizient Ein Viertel (25 %) der Händler ohne ein PIM-System benötigt laut Studie zur Datenpflege mehr als 60 Minuten für die Erstellung eines Artikels. Mit einem PIM-System sinkt die Quote bei den Händlern jedoch auf 4 %, was die schnellere Prozessbearbeitungszeit eindeutig nachweist.”

“Sämtliche Optimierungsmaßnahmen aus vorhergehenden Abschnitten können unter den folgenden vier, stark vereinfachten, Aspekten veranschaulicht werden:

schnelles Time-to-Market
Kostensenkung
Umsatz- / Ertragssteigerung
funktionierendes Geschäftsmodell
Diese Aspekte kann eine leistungsfähige Product-Information-Management-Lösung unterstützen. Dies führt laut der Heiler-Studie bei den befragten Unternehmen, die ein PIM-System einsetzen, zu besseren Conversion Rates, höheren Margen, mehr Neukunden und mehr Umsatz pro Kunde.”

carbonfootprint

Zielgruppenspezifischer Artikelcontent

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Artikel: A Fashion Revolution?

Autorin: Vanessa Friedman

Ein wirklich spannendes Beispiel für extrem umfangreichen und zielgruppenspezifischen Content bietet die Website des belgischen Designers Bruno Pieters.

Because this site, which will sell a collection of 56 pieces for men and women (only 20 items of each style will be made, including different sizes) by Mr Pieters, and then start offering collections by guest designers in three months (he wouldn’t tell me who they were), is transparent, and mostly sustainable. Let me say that again: transparent financially and in terms of manufacturing.

Since I know this is hard to imagine, let me explain. You go to “collection” and, say, you click on a coat. Under the section “material information” you will find the description of material used, its composition, weight, yarn or piece-dyed, the origin of the raw material, who spun it, who wove it, whether it is organic, if so, what certificate it has earned (and what said certificate means), and a website for the supplier – and you will find this for the fabric, the zipper, the lining, the trim, the label, the buttons, the thread and so on.

Link auf die Website

Wie adressiere ich besser die Bedürfnisse meiner Kunden?

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Alex Osterwalder, führender Forscher und Berater im Bereich Business Model Analysis & Design, fokussiert sich zur Zeit auf die Weiterentwicklung seines Frameworks “The Business Model Ontology“. Sein aktueller Blog-Beitrag “the customer value canvas” zeigt wie eine analytische Vorgehenswese durch Visualisierung zur besseren Identifikation und Adressierung der Kundenbedürfnisse führen kann.

 

Customer Value Canvas

Die Customer Value Canvas forciert strategische Diskussion auf einem hinreichend konkreten Level, um operativ verwertbare Ergebnisse zu erzielen. Wie immer greift Alex auf fundierte und erprobte Methoden zurück und kombiniert sie miteinander. Der Frage nach den zentralen Kundenbedürfnissen deckt er u.a. durch die “The Empathy Map” auf. Ähnliche Instrument werden zwar schon länger in der Produktentwicklung (z.B. jobs-to-be-done = user stories) verwendet, dabei geht es jedoch meist um die Optimierung einzelner Produkte oder Services. Auf diesem abstrakteren Level und gemeinsam mit allen Leistungsverantwortlichen hilft es jedoch, jede Leistungsart, also die Kernleistungen (z.B. Sortiment), die Vertriebsleistungen (z.B. Features eines Online-Shop oder die Entsorgung von Produkten) und die Beziehungsleistungen (z.B. Premium Dienste a la amazon prime) so zu kombinieren und verbessern, dass ein überragendes Leistungsangebot entsteht.

 

Next Step: Die Individualisierung der Produktlisten

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Nahezu in jedem Projekt ist die Artikelreihenfolgesteuerung auf den Produktlisten ein bedeutendes Thema mit signifikantem Entwicklungspotenzial. Denn mit wachsender Artikelanzahl in den Online-Shops wächst die Notwendigkeit des Einsatzes einer regelbasierten Steuerung des Shop-Contents, vor allem der angebotenen Artikel zur Steigerung der Relevanz aus Kundensicht.

 

Falls eine regelbasierte Steuerung stattfindet, erfolgt diese meistens nach Erfolg und ggf. nach dem Neuigkeitsfaktor. In einigen Fällen wird auch der Bestand als Kriterium hinzugezogen.  Die angezeigte Sortierung ist dann ausschlaggebend für alle Nutzer, unabhängig von Herkunft, Alter, Interessen und Kaufmotivationen. Sind große Sortimentsbreiten (hinsichtlich der adressierten Zielgruppe) im Angebot werden über diese Form der Steuerung vorwiegend für alle Zielgruppen annähernd passende Artikel angezeigt. Die für den jeweiligen User wirklich relevanten Artikel bleiben möglicherweise in den Tiefen der Produktlisten verborgen.

 

Um diesem Problem zu begegnen, muss die Reihenfolge der Artikel zukünftig zunehmend individualisiert erfolgen. D.h. die existierenden Informationen zum aktuellen Verhalten des individuellen Nutzers und dessen Historie müssen Berücksichtigung finden. Beispielsweise sollte beachtet werden, welche Marken sich der User angeschaut. Dementsprechend sollten Artikel verwandter Marken weiter vorne einsortiert werden. Ähnliches ist für Kriterien wie Preis, Preisreduzierung, Farbe etc. denkbar. Außerdem können, sofern vorhanden, Informationen aus dem Social Graph von Facebook einbezogen werden.

 

Im Rahmen der Definition von Business Rules ist heute also schon viel mehr möglich als nur nach nackten vergangenheitsorientierten Erfolgszahlen zu steuern. Die Berücksichtigung individueller Nutzerinformationen wird die gefühlte Relevanz des Angebots für den Nutzer deutlich steigern. Moderne Shopsysteme bieten in ihren neusten Releases diese Möglichkeiten z.T. schon.

Herausforderung Contentprozess – Richtig an die richtigen Inhalte kommen

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Als eine wesentliche Kernleistung, die Online-Händler ihren Kunden anbieten können, gilt der Content, also z.B. Bilder, Texte, Videos, etc., da sie dem Kunden die Produktauswahl erleichtern und das Risiko eines Fehlkaufs minimieren. Besonders wichtig bei Mode, v.a. hinsichtlich der Größe,  (Als Best Practice ist hier z.B. zalando zu nennen, die flächendeckend dezidierte Größenangaben mitliefern) oder auch beim Vergleich des neuen iPhone 4S mit dem bisherigen iPhone 4 , wo die Daten schnell klar machen, dass die Hardware in weiten Teilen noch die selbe ist und nur wenige Eigenschaften verbessert wurden.

 

Soweit so klar, doch die Produktion des Contents stellt für jeden Händler, insbesondere bei schnell drehenden Sortimenten, eine enorme Herausforderung dar. Besonders für Stationärhändler oder vertikalisierte Marken, die ihre Absatzmärkte künftig auch über den eCommerce bedienen wollen, stellen diese Contentprozesse Neuland dar, da sie für Ihre Filialen in der Regel keinen digitalerfassten Content in der benötigten Qualität vorhalten müssen. Alles, was im Geschäft wissen muss, kann man anfassen oder von den VerkäuferInnen erfahren. Womit sollten sich Anbieter, die vor diesem Problem stehen, also beschäftigen?

 

Da ist zunächst die Frage, welcher Content überhaupt angeboten und damit produziert werden soll. Diese Anforderungen zu formulieren ist nicht ganz einfach, alleine an den Text, z.B. im Modesortiment lassen sich sinnvollerweise mehr als 40 Attribute definieren, die ein Produkt beschreiben – und das nur in einer Warengruppe (z.B. die Ärmellänge oder die Passform). Da kommen schnell bis zu hundert Attribute zusammen, die erfasst werden müssen – von den jeweiligen Ausprägungen ganz zu schweigen.

Gleiches gilt für Fotos. Auch hier stellt nur ein umfassendes, klares Bildbriefing auf Warengruppenebene eine einheitliche Fotografie im Shop (und offsite in Preis- oder Produktsuchmaschinen) sicher.

 

Wichtig ist hierbei auch der Nutzungskontext von Content, z.B. in Bild und Text. Denn es geht nicht nur um die Anzeige auf der Artikeldetailseite, Content kann auch zur Steuerung der Sortimente, dem Aufbau von Facetten-Navigationen oder für die Abverkaufsauswertung per Web Analytics sinnvoll sein. Schon deshalb schließen sich Langtext und Artikelattribute nicht aus, sie werden beide gebraucht. Den Langtext z.B. optimaler weise für onsite und offsite in unterschiedlichen Ausprägungen um duplicate content zu vermeiden. Bei Bildern muss zudem berücksichtigt werden, dass sie auf mehreren Seiten und Shops eingebunden werden können. Wer z.B. einen sehr stylischen schwarzen Shop hat und Bilder deshalb auf schwarzem Hintergrund fotografiert, erschwert die Nutzung in Produktsuchmaschinen, die in der Regel einen weißen Hintergrund haben.

 

Sind die Anforderungen definiert, so muss ein schlanker und qualitätsgesicherter Contenterstellungsprozess aufgesetzt werden, der den Anforderungen des Warenflusses entspricht. Multi-Channel-Anbieter von Modeartikeln kennen die unterschiedlichen Anforderungen von Prozessen mit Musterware (z.B. im Kataloggeschäft) auf der einen und Lagerabzugsprozessen (im reinen Online-Business oder Stationärhandel) auf der anderen Seite. Ein Prozess für beide Warenflüsse ist kaum zu gewährleisten.

 

Ist der Content – im allgemeinen von Dienstleistern – produziert, so stellt sich oft die Frage, wie der Datenstrom dieses Content in die Produktivsysteme des eigenen und fremder Shops funktioniert. Nichts ist ärgerlicher als ein schnell produzierter Content, der dann noch eine Woche benötigt, bis er online zu sehen ist. Jeder verlorene Tag bedeutet in dem Fall Umsatzverlust und erhöht das Risiko von Abschriften. Effiziente Schnittstellen und moderne Shopsysteme helfen hier weiter, auch Middleware-Systeme wie z.B. Soquero können helfen, den Content schnell und korrekt an Drittanbieter wir Produktsuchmaschinen weiter zu verteilen.

 

Allerdings müssen auch diese Systeme auf die unternehmensspezifischen Arbeitsabläufe angepasst werden (So wie man SAP auch den Unternehmen anpassen muss), damit die Contenterstellung reibungslos funktioniert und die Mitarbeiter nicht in administrativem Datenschubsen untergehen. Gerade hierfür ist die Qualität der Arbeitsumgebung eines Shopsystems, das Backoffice, von hoher Bedeutung. Intelligente Bildserver  und im System hinterlegte Aufgaben, wie z.B. das automatische Zuordnen von Bildern zu Artikeln, helfen hier weiter. Aber auch die systemische Nähe von zu erledigenden Aufgaben. In einem Arbeitslauf mehrfach den Screen wechseln zu müssen hält unnötig auf.

 

Alles in allem gilt: So wichtig der Content auch ist, seine Bereitstellung muss so automatisiert wie möglich erfolgen, gesteuert durch umfassende und intelligente Briefings, ausgeklügelte Systeme und funktionierende Qualitätssicherungsprozesse.

Jede Abweichung hiervon erhöht den manuellen Aufwand, was im Wesentlichen die Erstellungskosten in die Höhe treibt und die Qualität senkt und den Nutzen des Contents damit zwangsweise infrage stellt. Ein Invest in das Thema Contentprozesse zahlt sich entsprechend sehr früh aus.

Wo bitte gehts zu meinem Sofa? Sortimentszugänge in Einrichten-Onlineshops optimal gestalten

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Online Einkaufen ist Suchkauf-dominiertes Einkaufen. Kunden mit mehr oder weniger konkreten Vorstellungen von dem was sie suchen starten den Suchkauf aber keineswegs nur über (Produkt-) Suchmaschinen oder die Onsite-Suchen von Onlineshops. Eine große wenn nicht gar die größte Zahl von Kunden nutzt im Verlauf der Customer Journey die Sortimentsnavigation von Shops, um das gewünschte Produkt zu finden. Die Frage, wie die Sortimentsnavigation zu gestalten ist, um die Kundenerwartungen bestmöglich zu erfüllen und den höchsten Kundennutzen zu erzielen, ist daher ein wichtiger Conversion-Hebel und eine wesentliche Aufgabenstellung für den Category Merchandiser (Inhalte) und den Product Manager (Features & Functions).

Die inhaltlichen Möglichkeiten der Strukturierung sind dabei vielfältig: Da ist zunächst die logische, einleuchtende und nachvollziehbare Strukturierung nach Warengruppen, wie z.B. Sofas, Tische, Regale, Schränke, Teppiche etc.  Diese Strukturierung bietet sich grundsätzlich unabhängig von Sortimentsbreite und -tiefe an. Bei Voll-Sortimentern wie z.B. den klassischen Versendern OTTO und Neckermann aber auch Onlineshops mit Heimat im Stationärhandel (Ostermann, Roller) oder Online Pure Plays wie Moebel-Profi.de stellt sich allerdings die Herausforderung der Aggregation von Warengruppen, da nicht alle Warengruppen auf erster Ebene dargestellt werden können. Vielfach anzutreffen ist dann die Aggregation zu einigen wenigen Warengruppen wie “Möbel” und “Heimtextilien” bei OTTO oder “Möbel & Einrichtung”, “Lampen & Leuchten”, Haushalt & Elektro” und “Wohnaccessoires” bei Möbel-Profi.de. Oder es wird zu einer einzigen Warengruppe verdichtet, wie z.B. “Möbelkategorien”, “Kategorien von A-Z” oder “Möbel & Einrichtung”, die den zentralen Zugang zur Warengruppen-Navigation bieten. Nachteil: Es muss mindestens ein Klick oder ein mouse-over getätigt werden, bevor die Warengruppen für den Kunden sichtbar werden. Anbietern mit eingeschränkter Sortimentsbreite wie z.B. Polstermöbel-Anbieter (www.kabs.de, www.sitzfeldt.de) fällt es hingegen leicht, alle relevanten Warengruppen in ausgewogener Granularität in einer Headernavigation unterzubringen.

Eine weiterer, vielfach anzutreffender Sortimentszugang ist die Strukturierung nach Räumen: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Esszimmer, Bad, Küche etc. Diese Strukturierung bietet den Vorteil, dass selbst umfangreichste Sortimente in 8-10 Räumen und damit bequem in einer Headernavigation dargestellt werden können – vermutlich ein Grund, warum sich diese Form des Sortimentszugangs recht breit durchgesetzt hat. Nachteil: Wie wird mit Sortimenten verfahren, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen, wie z.B. Teppiche, Lampen, Accessoires, aber auch Schränke, Kommoden, Sideboards oder Regale? Wie stellt es sich für den Kunden dar, wenn alle diese Sortimente in jedem relevanten Raum angeboten werden? Soll eine inhaltliche Abgrenzung versucht werden, im Sinne von im Raum “Wohnzimmer” finden sich in “Teppiche” nur Wohnzimmerteppiche – ist das möglich? Oder sollen diese Sortimente “vor die Klammer” gezogen und separat neben den Räumen dargestellt werden? Fehlen sie dann in den Räumen? Was macht ein Kunde, der einen Wohnzimmerteppich sucht, in “Wohnzimmer” geht und hier keine Teppiche findet, weil sie sich unter “Heimtextilien” in der Top-Navigation befinden?

Letzteres ist ein Problem was auftritt, wenn die Einteilung und Benennung der Sortimentsstruktur nicht eindeutig und trennscharf ist: Ein Kunde kann zu recht unter “Wohnzimmer” all das erwarten, was ein Shop an Sortimenten für das Wohnzimmer anbietet. Es ist für Kunden nicht nachvollziehbar, dass bestimmte Wohnzimmer-Artikel nur über einen anderen Zugangsweg erreichbar sind. Dieses Problem tritt vor allem dann auf, wenn eine Vermischung nicht trennscharfer Strukturprinzipen zum Einsatz kommt, die jeweils für sich genommen nicht 100% des Sortiments umfassen.

Ein weiteres Problem bei vermischten Strukturprinzipien ist das Fragezeichen, das im Kopf der Kunden entstehen kann: Wo finde ich meinen Couchtisch – in “Wohnzimmer” oder in “Kategorien von A-Z/ Tische”? Das soll aber nicht heißen, dass alternative Zugangswege schlecht sind. Im Gegenteil: Wenn die den Navigationseinträgen zugrunde liegenden Prinzipien intuitiv verstehbar sind und Klicks zu erwartungskonformen Ergebnissen führen, können alternative Zugangswege mehr Nutzen als Verwirrung stiften. Es lassen sich eben nicht alle Anwendungsfälle nur über einen Zugangsweg bestmöglich erfüllen.

Neben diesen beiden Zugängen existieren noch weitere Zugänge, die i.d.R. aber jeweils nur einen Ausschnitt des Sortiments bündeln, wie z.B. Marken, Neuheiten, Schnäppchen. Inwieweit diese Zugänge ihren Weg in die Top-Navigation finden sollten ist wie bei den anderen Zugängen auch abhängig von den Anforderungen der Kunden. Diese Anforderungen zu erkennen ist die Basis und Voraussetzung einer performanten Navigation. Deshalb sei beim initialen Aufsetzen und insbesondere bei der permanenten Optimierung neben Benchmarking und Best-Practice-Analysen vor allem auf die Einbeziehung der Kunden z.B. über Methoden wie Card Sorting, Feedback-Monitor, Misserfolgsanalysen und natürlich Web-Tracking als Schlüssel zum Erfolg verwiesen. Und: Eine enge Zusammenarbeit von Sortimentsexperten (Merchandisern), Feature-Experten (Product Managern) und Usability-Experten hilft, erkannte Kundenerwartungen schnellstmöglich und optimal abzubilden.

UX-Regeln für Texte

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Beim Shoppen vermischt sich aus Kundensicht die wahrgenommene Qualität der präsentierten Produkte, Services, Incentives und Preise mit der Qualität der Präsentation der Leistungen selbst. Eine Eliminierung der Wirkung der einzelnen Leistungstreiber stellt für die Marktforschung eine besondere Herausforderung dar. Dennoch ist es aus meiner Sicht sinnvoll, die User Experience pro Teilleistungsbereich eines Online-Shops zu betrachten. Eine Vielzahl von Dienstleistern versuchen sich in dieser Aufgabe, wenige haben sich bisher jedoch mit der separaten Bewertung der Utility, Usability und dem Joy of User von Texten beschäftigt. An dieser Stelle möchte ich mit einem Vorschlag für UX-Kriterien für Texte einen Beitrag zur tieferen Auseinandersetzung mit dieser Thematik leisten:

1. Utility (Erfüllt der Text seine Funktion ?)
Aktualität: Preise, Angebote und Bewertungen sind hoch aktuell.
Korrektheit: Die Texte vom Anbieter sind objektiv korrekt (überprüfbar), die von Kunden sind offensichtlich auf Echtheit überprüft worden. Die Rechtschreibregeln werden durchgängig korrekt angewendet.
Vollständigkeit: Es werden alle für die Kaufentscheidung relevanten Informationen angeboten.
Genauigkeit: Die relevanten Informationen werden möglichst präzise beschrieben. Technische Begriffe werden explizit erläutert (Glossar).

2. Usability (Wie verständlich ist der Text?)
Klarheit: Die Textstrukturen sind klar und dadurch leicht verständlich und lesbar.
Einheitlichkeit: Texte sind je nach Informationsart einheitlich in der Struktur, der Schreibweise und dem Stil.
Zielgruppensprache: Artikelattribute sind in der Zielgruppensprache formuliert. Harte Attribute werden in Kundennutzen überführt.

3. Joy of Use (Wie viel Spaß macht es, den Text zu lesen?)
Formulierung: Verwendung von amüsanter, anregender Bildsprache
Typo: Gefällt der Zielgruppe der Schrifttyp

Diese Regeln können insbesondere Category Managern als Check-Liste beim kunden- und damit verkauforientierten Texten helfen.

Branding-Kampagnen in Online-Shops müssen nicht im Widerspruch zu vertrieblichen Zielen stehen!

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Aber warum ist es in der Praxis von Online–Shops doch häufig der Fall, dass Kampagnen den vertrieblichen Erfolg nicht befeuern, sondern eher in Opportunität zu ihm stehen? Um die Frage zu beantworten, lohnt sich ein Blick auf die Definition dessen, was in meiner Wahrnehmung unter Branding-Kampagnen zu verstehen ist.

  • Aus der Sicht von (vertikal integrierten) Marken, die sich jetzt dem Thema Online-Shopping widmen besteht Branding im Shop vor allem darin, das Markenbild, das mit viel Geld offline aufgebaut wurde jetzt auch online zu stärken und dies mittels Kampagnen, die auf dieses Ziel einzahlen sollen.
  • Aus der Sicht des Online-Händlers steht das Stärken des Einkaufsstätten-Images im Vordergrund, um das Vertrauen des Kunden in das Online-Shopping bei dem jeweiligen Händler zu stärken und in das relevant set der Kunden bei der Wahl der Einkaufsstätte vorzudringen.

Für beide gilt daher, dass Branding-Kampagnen im Wesentlichen die eigene Marke stärken sollen, um über ein positives Markenbild Begehrlichkeiten, Vertrauen und Halt zu transportieren. An diesem Ziel ist grundsätzlich nichts auszusetzen, im Gegenteil! Durch die neue Vielfalt an Möglichkeiten, die der Onlinehandel bietet bei gleichbleibenden – oder eher nachlassenden Aufmerksamkeits-, Bewertungs- und Selektionsfähigkeiten von Menschen müssen sich Händler und Marken in einem deutlich aggressiveren Markt behaupten. Hier spielen starke Marken als Orientierung eine wesentliche Rolle.

Dass Branding-Kampagnen in Shops diese Wirkung jedoch oft nicht entfalten hängt mit den veränderten Bedingungen statt, die online i.V. zur klassischen Welt herrschen.

Branding bedeutete dort im Wesentlichen, über Kampagnen die Kernbotschaften der Marke zu transportieren, damit der Kunde sie nachhaltig versteht. Entweder positioniert man eine Marke als innovativ, als wertig, als preisbewusst, etc. das dahinterliegende Produkt spielte nicht die entscheidene Rolle. Die Transparenz ist offline nur schwer möglich, wenn eine Marke ein Image aufbaut, das Produkt also ersteinmal die Schublade gepackt hat, dann greifen die Mechanismen, dass Kunden nach Marken Kaufentscheidungen treffen. Diese Methodik bedient sich klassicher Push-Mechanismen: Wir trichtern dir eine Botschaft so lange ein, bis du sie uns glaubst, bzw. uns damit verbindest.

Online ist die Welt jedoch eine andere und das vor allem aus zwei Gründen: Die Vielfalt und Transparenz aller Angebote schafft zum einen eine Vergleichbarkeit des Leistungsangebotes. Zum anderen ist das Internet ein Pull-Medium: Der User bestimmt völlig autark was er nutzt und wie er es nutzt.

Dies führt dazu, dass das mantra-mäßige Einimpfen von Markenbotschaften nicht mehr funktioniert, denn entweder nimmt ein User das gar nicht mehr wahr oder er glaubt es schlicht nicht, weil er ja leicht hinter die Marke auf das tatsächliche Produkt schauen kann. Dennoch wird auch online heute noch in hohem Maße Branding auf herkömmliche Weise erzeugt, durch bunte Banner, plakative Botschaften und kommunikative Eckpfeiler, die um das Produkt herum eine Story erzählen.

Ist Branding online also tot? Nein, denn die neue Welt hat einen aus Kundensicht fantastischen Effekt: Anbieter können den Kunden nicht länger an der Nase herumführen und mit bunten Bildern ihre Produkte verkaufen (was zu einer Abschöpfung der Konsumentenrente führt)

Es werden sich die Marken ,sowohl aus Herstellersicht, als auch aus Händlersicht durchsetzen, die erst ihr Produkt wirklich gut machen und dann kommunizieren, bzw. über ihre eigenen Kunden kommunizieren lassen, was daran wirklich gut ist.

Bestes Beispiel hierfür ist aus Herstellersicht Apple. Apple hat – weil seine Produkte in dem Marktsegment überragend sind – keine Kunden, sondern Fans. Branding erfolgt hier über das Darlegen der Produkteigenschaften und Merkmale. Die Branding Kampagne ist hier die Vorstellung der neuen Produkte.

Ein andere Dimension, die für Branding-Kampagnen relevant ist, ist der Service – s. Amazon. Das Bewerben des – sehr zuverlässig funktionierenden – kostenlosen 24h Service mit amazon prime – ist ebenfalls Branding, da es amazon Credo „ We’re a customer company“ unterstützt. Der vertriebliche Hebel ist hier sehr klar: Einmal für amazon prime bezahlt kauft man bevorzugt bei amazon – schließlich ist man in Vorleistung getreten und möchte den Service ausnutzen. So schaffen Shops sogar als vom Kunden als positiv wahrgenommene Lock-in Situationen.

Als eine dritte Branding-Möglichkeit bleibt Händlern wie Herstellern, innovative Verkaufsformate wie Live Shopping oder  Shopping Clubs zu integrieren. Sie sorgen dafür, die Marke in online-affinen Zielgruppen bekannt zu machen und sorgen eher spielerisch dafür, dass Kunden die Leistungsfähigkeit der Marken einfach mal ausprobieren.

Weitere Ansätze sind denkbar, wenn man die hinterlegte Logik – product first! –  versteht.

Für den Category Manager bedeutet dies, in seinem Sortiment stets auf der Suche nach produktspezifischen USP’s zu sein, nach Auffälligkeiten, die ihm der Kunde zurückspielt, sei es über Kaufverhalten oder Kundenbewertungen. Wenn in seinem Sortiment offenbar die Passform der Kleidung überragend ist, so sollten sich Branding Kampagnen um das Thema Passform drehen – Die Impulse hierfür Richtung Marketing gehen dann vom Category Manager aus.. Wenn wichtige Leistungsbausteine am Produkt hingegen schlecht sind, so muss der Category Manager der Treiber für Verbesserungen sein. Sind einige Warengruppen hingegen sehr servicelastig, wie z.B. Einrichtungssortimente, so bietet es sich an, im Zusammenhang mit dem Service Manager wettbewerbsüberlegene Services zu entwickeln.

Branding Kampagnen sind also dann vertrieblich sinnvoll, wenn sie klassische Kampagnenhebel (Incentives jedweder Art – aber echte!) nutzen um die wirklichen Benefits der Produkte herauszustellen und dem Kunden transparent machen.

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